Gesund auf dem Weg - stark in die Zukunft
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Geschrieben von: Claudio Fischer, Schulleiter   
  • Die Schulentwicklung im Projekt QUES ist ein wichtiges Vorhaben. In der gesamten Schule Villmergen ist der Klassenrat eingeführt. Er soll die Mitsprache der Schülerinnen und Schüler in schulischen Fragen und Projekten gewährleisten. Im Schulhaus Hof ist seit 2004 ein Schülerrat installiert, der die Anliegen der Klassenräte, der Lehrerkonferenzen und der Schulleitung diskutiert, weiterträgt und zum Teil auch durchführt. Auch im Schulhaus Dorf wird ein Schülerrat diskutiert. Natürlich kann er eigene Anliegen formulieren und einbringen.
  • Die Schule Villmergen verfügt über eine gut ausgebildete Schulsozialarbeiterin, welche in Absprache mit der Schulleitung, die Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler im Schulalltag mit niederschwelligen Mitteln unterstützt. Sie bietet auch Eltern und Kindern Unterstützung an.
  • Der Informatikunterricht in Villmergen hat einen sehr hohen Stellenwert. An allen Klassen, von der Primarstufe bis zu den Abschlussklassen stehen mindestens zwei PC im Klassenzimmer. Das mobile Klassenzimmer im Schulhaus Hof ist ständig unterwegs. Ein Qualitätskonzept legt die Ziele fest, die integriert unterrichtet in den jeweiligen Schuljahren erreicht werden müssen. Jeder Schüler verfügt über ein Portfolio, das seinen Lernstand anzeigt.
  • An der ganzen Schule findet eine Projektwoche PROWO statt. Die Oberstufe bietet die unterschiedlichen Kursthemen während drei verschiedenen Wochen an (Januar, April, Juli). Die andern Stufen verzichten auf ein Angebot im Sommer. Die Schüler melden sich ihren Wünschen gemäss an. Vor kurzem wurde das PROWO-Konzept der Primarstufe evaluiert.
  • An der Oberstufe ist der Atelierunterricht sehr beliebt. In zwei Lektionen pro Woche können die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe aus einem Angebot der Lehrpersonen nach eigenen Neigungen auswählen, was sie lernen möchten. Der Unterricht umfasst die musischen Fächer.
  • Schule und Musikschule gehen den Weg nun gemeinsam. So kann sich eine gemeinsame Schulkultur entwickeln. Die Durchführung gemeinsamer Projekte wird erleichtert und der Wert der musikalischen Bildung hervorgehoben. Das gemeinsame Musizieren ermöglicht allen, die ganze Bandbreite menschlichen Lernens und Verhaltens zu erfahren. Die gegensätzlichen Anforderungen, welche das Leben an uns stellt, können im Musizieren exemplarisch und lustvoll trainiert werden: die souveräne Führung der eigenen Stimme einerseits, das sich Einfügen in ein grösseres Ganzes andererseits. Die Musikschule leistet einen wichtigen Beitrag bei der Förderung der Selbst- und Sozialkompetenz der Kinder und Jugendlichen. Sie vernetzt die Kinder und Jugendlichen verschiedener Altersstufen miteinander und sorgt auch dafür, dass die Musik als Kulturgut gepflegt wird.
  • Das Disziplinarkonzept 2006 basiert auf drei Säulen:
    • 1 Prävention
    • 2 Sanktion
    • 3 Intervention
Auf eine gute Prävention wird besonderer Wert gelegt. Die im Frühling 2008 durchgeführte Gewaltumfrage an allen Klassen zeigt, dass im Moment das gegenseitige Beleidigen und Heruntermachen von Kindern ein grosses Problem ist. Viele werden täglich beleidigt und ausgegrenzt. Waffen und Bandenbildungen wurden im Augenblick nicht gemeldet, auch keine sexuellen Übergriffe. Eine von der Schulpflege mandatierte Arbeitsgruppe setzt die Konsequenzen aus der Umfrage um.
  • Guter Unterricht und vernetzende Strukturen zwischen allen Lehrpersonen, welche an einer Klasse arbeiten, sind eine wichtige Grundlage für Erfolg. An der Oberstufe finden vor den Zeugnisterminen Klassenkonvente statt. Ausgehend von einheitlichen Kriterien werden die Schüler in den Bereichen Fleiss und Betragen von allen ihren Lehrpersonen gemeinsam beurteilt.
  • Seit dem Sommer 2006 arbeiten Kindergarten und Primarstufe auf Wunsch der Eltern am Morgen mit einem Blockzeitenstundenplan. Für die 1. bis 3. Klasse stellen die Betreuungsstunden (08.20 – 09.05; 11.05 – 11.50) eine wichtige, für die Eltern kostenlose Ergänzung dar.
  • Die Informationskommission ist für drei Ausgaben von „Info-Schule Villmergen“ verantwortlich. Dabei handelt es sich um eine Doppelseite des Wohler Anzeigers. Er trägt die Informationen über die Schule ins ganze Freiamt.
  • Die Weiterbildung der Lehrpersonen ist ein wichtiger Bestandteil der Villmerger Schule. Teamweiterbildung (WIK) findet in Villmergen dreimal jährlich statt: über die Fronleichnambrücke, um Allerheiligen und in den Sommerferien. Die grossen Veränderungen im Schulbereich erfordern eine intensive Weiterbildung. Schulausfälle sind hier nicht zu vermeiden. Kinder, die während der Ausfälle eine Betreuung benötigen, werden durch die Schule betreut.
  • Die Informatikweiterbildung führt der Informatikverantwortliche durch. Die persönliche Weiterbildung der Lehrpersonen wird in Mitarbeitergesprächen thematisiert.
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 30. Januar 2010 um 15:39 Uhr
 
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Geschrieben von: Claudio Fischer, Schulleiter   

Villmergen, ein Dorf das sich verändert!

Das Dorf

Villmergen liegt zwischen Rietenberg und Wagenrain in der  Bünzebene. Villmergen, im unteren Freiamt gelegen und 5400 Einwohner zählend, liegt nahe des Regionalzentrums Wohlen, welches die weiterführenden Schulen, vor allem Bezirks-, Kantons- und gewisse Berufsschultypen, anbietet.
Von eher ländlichem Charakter geprägt, bieten kleine und mittlere Gewerbebetriebe im Industriegebiet  und im Dorf viele gute Arbeitsplätze.
Menschen aus rund fünfzig Nationen, aus verschiedenen Konfessionen und Religionen und über 70 Vereine und Gruppierungen leben ohne grössere Probleme zusammen und gestalten eine offenes Dorfklima. Villmergen ist ein Dorf, in dem es sich gut leben lässt. Im Augenblick prägen zahlreiche Bauprojekte das Dorfbild, darunter auch recht grosse.

Als kulturelle Tradition wird die Dorffasnacht jedes Jahr mit viel Aufwand gefeiert. Eine wichtige Rolle spielen dabei die 50-Jährigen, welche das „Güggen“, eine Art Morgenstreich, und anderes mehr organisieren.
Im Jahr 2010 wird das traditionelle Jugendfest gefeiert; es wird fast das ganze Dorf in Vorbereitung und Durchführung beschäftigen.  Das Organisationskomitee nimmt die Arbeit im September 08 auf.


Die Schule Villmergen
Die Schule Villmergen besteht aus den drei räumlich unabhängigen Zentren „Hof“ (vor allem Oberstufe), „Dorf“ (Primarstufe) und „Bündten“ (Kindergarten) sowie der Musikschule. Die Schule verfügt über eine moderne, gut unterhaltene Infrastruktur. Der instrumentale Einzelunterricht findet in grossen und zeitgemäss ausgestatteten Unterrichtsräumen hauptsächlich im Schulhaus Hof statt.

Seit Juni 2008 überprüft eine gemeinderätliche Kommission die Schulraumplanung, damit man mittelfristig für die aktuellen Bedürfnisse, aber auch langfristig auf die grossen Umwälzungen im Bildungsbereich rechtzeitig genügend und nutzbaren Schulraum zur Verfügung stellen kann. Für die kompetente Beratung zeichnet das Planungsbüro Metron verantwortlich .

Kindergartenzentrum Bündten
Schulhaus Dorf
Schulhaus Hof

In 26 Klassen der Primar-, Real- und Sekundarstufe und 5 Kindergartenabteilungen werden 560 Kinder und Jugendliche unterrichtet (520 im 07/08). An der Musikschule sind es 200.

Eine regionale Zusammenarbeit (REGOS) an der Oberstufe gibt es mit Dintikon und Hilfikon. Im Zuge der Gemeindefusion mit Hilfikon werden alle Schüler der Schule Hilfikon ab 1.8.09 die Schule in Villmergen besuchen. Die Bezirksschulstandorte sind Dottikon und Wohlen.


Auf dem Weg zu einer gesundheitsfördernden Schule

Die Schule Villmergen hat sich eine neue Vision gegeben: „Gesund auf dem Weg – stark in die Zukunft!" Wir stellen uns darunter eine zukunftsweisende Schule vor, die fördert und fordert, aber mit dem ständigen Blick auf die Gesundheit der Menschen und das gesunde Mass. Bereits ist vieles in Gang gekommen!

Was ist eine gute und gesunde Schule?
Es ist eine Schule, welche die Zusammenarbeit in allen Bereichen sucht, über ihre Arbeit nachdenkt und deren Resultate auswertet. Sie sorgt für ein gutes Schulklima und ermuntert alle an der Schule Beteiligten zu guten Leistungen. Eine gute Schule hat klare Zuständigkeiten und Vorgehensweisen. Sie entwickelt zukunftsweisende und überprüfbare gemeinsame Ziele. Sie steht in ständigem Dialog mit Schülern, Eltern und der Öffentlichkeit und sorgt für transparente Information. Sie erreicht die Lernziele und sorgt dafür, dass die Menschen ganzheitlich gefördert werden. Sie bereitet die Kinder und Jugendlichen auf die Herausforderungen der Zukunft vor. Gesundheitsförderung ist dabei als zentrale Aufgabe in den umfassenden Erziehungs- und Bildungsauftrag eingebettet.

Gesund auf dem Weg – stark in die Zukunft!

So heisst die Vision, welche die Schule Villmergen im Herbst 2007 für sich entwickelt hat und mit der sie in die Zukunft gehen wird. In dieser Vision steckt eine Menge Kraft: Gesundheit ist das grosse Kapital, das uns hilft Herausforderungen anzunehmen. Nur bei guter physischer und psychischer Gesundheit können wir jene Leistungen erbringen, die von uns erwartet werden. Wir wollen allen an der Schule Villmergen den Wert dieses Kapitals immer neu bewusst machen, wollen erfahren, wie man gesund bleibt, sich gesund ernährt, bewegt, lernt und in eine gesunde Zukunft geht. Wir setzen uns mit Umwelt und Gesellschaft auseinander. Wir wollen aber auch zu den uns anvertrauten Menschen Sorge tragen und darauf achten, dass sie nicht überfordert werden. Das setzt eine intensive Zusammenarbeit und eine Kultur voraus, die auf Zuhören und Respekt gründet.

Auf dem Weg zur Schule mit integrierter Heilpädagogik werden wir vermehrt Kinder mit besonderen Bedürfnissen in die Regelklassen aufnehmen. Das führt zu wichtigen und gewinnbringenden Erfahrungen und Begegnungen und zur Auseinandersetzung mit Heterogenität auf allen Ebenen. Ab Schuljahr 2009/10 werden wir eine integrative Schule sein. Das Projekt ist bereits angelaufen. Die Projektleitung liegt bei Frau Corina Widmer, SHL Dorf.

Der besondere Weg der Schule Villmergen wird zu einem eigenen, akzentuierten Profil führen.
Wir wollen stark werden und stark sein, auf uns selbst vertrauend, sodass wir die zukünftigen Herausforderungen erkennen und bestehen können.
Das soll uns aber nicht daran hindern, den Augenblick zu geniessen und im richtigen Moment zu verweilen, wenn es sich lohnt. Unsere Schule legt auch Gewicht auf die kulturellen Werte: Musik, Ethik, Sprache und Sport sind Bereiche, in welchen wir aktive Auseinandersetzung bieten. Stark sein bedeutet in diesem Sinne auch, Qualitäten aufbauen, Werte leben, über Wissen und Fertigkeiten verfügen, aber auch offen sein und Mitmenschlichkeit zeigen. Dann stehen uns allen viele Türen offen.

Die Schule Villmergen bleibt nicht bei der Vision stehen, sie setzt sie um. Im Qualitäts-Leitbild 2008 definiert sie Leitideen, die dazu verhelfen, das visionäre Ziel zu erreichen. Dazu formuliert sie neben dem IST-Zustand den zu erreichenden SOLL-Zustand. Anschliessend entwickelt sie Schritte zur Verminderung von IST-/SOLL-Unterschieden. Dies ist ein Projekt für die ganze Schule Villmergen. Der Prozess wird kontinuierlich und über Jahre vorangetrieben. Gesundheitsförderliche Arbeits- und Lernbedingungen sind die Grundlage für alle Lernprozesse.

Die Schulleitung hat die Führung in diesem Bereich übernommen. In Schul- und Jahresprogramme wird immer auch der Gesundheitsaspekt einfliessen. Frau Rebekka von Dach, Sekundarlehrerin an unserer Schule, übernimmt in der Gesundheitsförderung die besondere Rolle der Beauftragten der Schulleitung, die das Thema hütet und in den Kollegien vernetzt und vertieft.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 01. Februar 2010 um 07:12 Uhr